Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) / Bundesfreiwilligendienst (BFD)

 
Willst Du mit deinem Einsatz vor Ort etwas Positives bewirken und hast gerne Kontakt mit Menschen? Dann komme für einen Freiwilligendienst zum Diakonischen Werk. Ein FSJ oder ein BFD (Budfi) sind gute Möglichkeiten soziales Engagement und berufliche Orientierung zu verbinden! Auch wenn noch unklar ist, ob du später im sozialen Bereich arbeiten möchtest. Ein Freiwilligendienst bringt auf jeden Fall viele wertvolle Erfahrungen, die dich beruflich und persönlich weiterbringen. In den Einsatzstellen beim Diakonischen Werk Ortenau in Hausach, Kehl, Lahr und Offenburg arbeitest Du im Team mit den haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden.
Eine Gruppe von Jugendlichen, die draußen zusammenstehen und einige haben die Hände nach oben ausgestreckt.
 

Wo ist ein Freiwilligendienst möglich?

An folgenden Einsatzstellen in der Ortenau ist Dein Einsatz möglich:
 
 
In der Regel beginnt der Einsatz im Freiwilligendienst beim Diakonischen Werk jeweils am 01.09. des Jahres. Hast du zeitlich andere Pläne? Wir freuen uns trotzdem über Deine Bewerbung.
 

Wo kann ich mich für einen Freiwilligendienst (FSJ und BFD) bewerben?

Deine Bewerbung für einen Freiwilligendienst kannst Du an folgende E-Mail-Adresse senden:
info@diakonie-ortenau.de
 

Weitere Infos zu den Einsatzstellen erhältst du bei der jeweiligen Einsatzstelle

Oder schreibe eine E-Mail an info@diakonie-ortenau.de
 

Welche Leistungen erhalte ich während des Freiwilligendienstes?

Diese Leistungen erhältst du während deines Freiwilligendienstes:
 
  • 425 Euro monatliches Taschen- und Verpflegungsgeld
  • Fahrtkostenzuschuss
  • 30 Tage Jahresurlaub (12 Monate Dienstzeit)
  • Begleitende Seminare und Bildungstage
  • Versicherung in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung
  • Anspruch auf Kindergeld (sofern du jünger bist als 25 Jahre)
  • Anspruch auf Halbwaisen- und Waisenrente
  • Freiwilligen-Ausweis für Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr und bei vielen Freizeitaktivitäten
  • Qualifiziertes Arbeitszeugnis
  • Mögliche Anerkennung als Vorpraktikum und Wartezeit für ein Studium und Ausbildung
 

Gibt es Voraussetzungen für ein FSJ oder BFD?

Unsere Freiwilligendienste stehen allen Menschen offen. Trotzdem gibt es ein paar formale Voraussetzungen, die es zu beachten gilt, wenn du dich für das FSJ oder den BFD bewerben möchtest:
 
  • die Vollzeitschulpflicht muss erfüllt sein
  • zu Beginn eines Freiwilligendienstes musst du 16 Jahre alt sein
  • wenn du 27 Jahre oder älter bist, ist der BFD Ü27 das richtige Programm für dich
 

Erfahrungsbericht aus dem Freiwilligendienst beim Diakonischen Werk

 
Hallo,
ich bin Paul und ich habe ein Jahr lang einen Bundesfreiwilligendienst beim Diakonischen Werk Ortenau im Café Löffel Lahr gemacht. Das Café Löffel ist eine Tagesstätte für Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, mit einem vielseitigen Angebot für die Besucher. Zum Angebot des Café Löffel gehören unter anderem kostenfreier Kaffee und Tee dazu Backwaren, warmes Mittagessen für einen geringen Eigenbetrag, Möglichkeit zum Duschen und Wäsche waschen, Kurzberatung ohne Termin und es dient als Aufenthaltsort zum Austausch zwischen den Besuchern.
 
Da ich bereits vor den Abiturprüfungen wusste, dass ich nicht direkt nach dem Abitur studieren will, habe ich mich frühzeitig dazu entschieden ein Soziales Jahr zu machen. Bei der Suche nach Stellen in der Umgebung meines Wohnorts wurde ich das erste Mal auf das Café Löffel aufmerksam. Wegen des interessanten Konzepts der Einrichtung habe ich mich auf die Stelle als BFDler beworben.
 
Meine Aufgaben waren sehr vielfältig, diese lagen vor allem im hauswirtschaftlichen Bereich und in der Unterstützung der Sozialarbeitenden, dazu gehörte beispielsweise Thekendienst, Einkaufen, Verwaltung der Postadressen für obdachlose Personen bzw. Personen ohne festen Wohnsitz, organisatorische Tätigkeiten, Fahrdienste und Transporte von Möbeln und vieles mehr…
 
Die schönste Erfahrung während meines BFDs war es, einem Paar, welches über viele Jahre in einem Obdachlosenwohnheim unter schlechten Bedingungen gelebt hat, beim Umzug in eine Wohnung und bei der Einrichtung zu unterstützen. Durch die erfolgreiche Soziale Arbeit hat sich die Lebenssituation des Paares enorm verbessert, sie waren sehr glücklich und ich habe mich mit ihnen gefreut. Ebenfalls sehr schön war es die Dankbarkeit der Besucher zu erfahren, wenn ich ihnen helfen konnte. Es ist schön, dass es eine solche Einrichtung mit ihren Angeboten und dem Engagement der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden gibt. In dem Jahr habe ich viele, für mich oft neue, Erfahrungen gemacht. Dabei konnte ich sehr vieles über die Soziale Arbeit mit Menschen und die verschiedensten Lebensumstände und deren Hintergründe kenne lernen, sowie die eigene Lebenssituation noch mehr wertschätzen. Ebenfalls konnte ich mich über das Jahr persönlich weiterentwickeln, so wurde ich durch die tägliche Arbeit mit den unterschiedlichsten Menschen selbstbewusster, verantwortungsvoller und selbstständiger. Ich entwickelte ein besseres Gefühl für den Umgang mit verschiedenen Persönlichkeiten.
 
Ich bin im Nachhinein sehr glücklich darüber, dass ich mich vor einem Jahr für ein soziales Jahr entschieden habe, sowie über den Verlauf des Jahres, und kann ein soziales Jahr nur weiterempfehlen.
 
Nach meinem schulischen Teil der Fachhochschulreife weiter pauken und büffeln?
Das wollte ich auf keinem Fall und hatte Lust vor meinem Studium paar praktische Erfahrungen zu sammeln. Da war ein FSJ genau das Richtige!

Beim Jugendmigrationsdienst stellte ich mich der Herausforderung eigene Projekte zu entwickeln und durchzuführen, meine persönlichen Grenzen zu überwinden oder mir zu bewahren und nicht zuletzt: Menschen zu begegnen, die einen ganz anderen sozialen und kulturellen Hintergrund haben als ich. Jugendliche mit Migrationshintergrund zu begleiten und Ihnen zu helfen, in Deutschland Fuß zu fassen, wie Nachhilfe geben, Anträge ausfüllen, Briefe und Bewerbungen schreiben, etc. gehörten hier zu meinem Alltag.

Zusätzlich durfte ich einige Erfahrungen im Bereich Verwaltungen des Diakonischen Werks Lahr sammeln. Hier waren Protokolle und Spendenbescheinigungen schreiben, Tür- und Telefondienst, Rechnungen sowie Postein- und ausgang verwalten und Bestellungen, Einkäufe absolvieren, meine Tätigkeiten.

All das hat mich toleranter und weitherziger gemacht! 

Großen Dank, an das großartige Team, für das wunderwolle und lehrreiche Jahr.
Mit diesen positiven Erfahrungen im Rücken kann ich nun mit Zuversicht und Freude mein Studium beginnen.
 
Alina Maria Wentland
 

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen FSJ und BFD?

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist grundsätzlich auch in Teilzeit möglich. Über die anderen Unterschiede kannst Du dich hier (Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst - Diakonie Deutschland) informieren.
 

Noch nicht alle Antworten auf Deine Fragen gefunden?

Melde dich gerne unter info@diakonie-ortenau.de oder 0781 9222-0